Wer seinen Rasenmäher im Frühjahr problemlos starten will, legt den Grundstein dafür im Herbst. Die gute Nachricht: Es sind keine großen Eingriffe nötig. Mit etwa dreißig bis vierzig Minuten Aufwand ist alles erledigt – und man kauft sich damit zuverlässigen Start, einen geschützten Motor und ein Gerät, das länger hält.
Diese Checkliste gilt für Benzinrasenmäher. Für Akkumäher gibt es einige abweichende Punkte, die am Ende ergänzt sind.
Benzinrasenmäher einlagern – Schritt für Schritt
1. Kraftstoff ablassen oder stabilisieren
Das ist der wichtigste Schritt. Benzin im Tank und Vergaser zersetzt sich über den Winter und hinterlässt klebrige Rückstände, die Vergaserdüsen verstopfen.
Option A: Tank vollständig leeren. Den Motor danach noch kurz laufen lassen, bis er von selbst ausgeht – so werden auch der Vergaser und die Kraftstoffleitungen entleert.
Option B: Kraftstoffstabilisator ins Benzin mischen, Menge nach Herstellerangabe dosieren, Motor noch einige Minuten laufen lassen damit der Stabilisator in den Vergaser gelangt. Diese Methode ist sinnvoll, wenn noch größere Mengen Benzin vorhanden sind.
2. Öl wechseln
Motoröl altert und sammelt Verbrennungsrückstände. Das Öl warm ablassen – direkt nach dem letzten Betrieb fließt es besser und nimmt Schmutzpartikel mit. Neues Öl des richtigen Typs einfüllen (steht im Handbuch, meistens SAE 30 oder 10W-30). Den Füllstand am Ölpeilstab prüfen.
3. Luftfilter prüfen und reinigen
Verschmutzten Schaumstofffilter auswaschen, trocknen, leicht einölen. Stark beschädigte oder sehr dunkle Filter ersetzen. Papierfilter abklopfen oder ersetzen.
4. Zündkerze prüfen und bei Bedarf wechseln
Kerze ausbauen, Elektrode und Zustand prüfen. Verrußte, nasse oder deutlich abgenutzte Kerze jetzt wechseln – dann hat man im Frühjahr direkt eine frische Kerze drin. Den Kerzensitz leicht mit Kriechöl einsprühen schützt das Gewinde vor Korrosion.
5. Mäherdeck reinigen
Grasreste, Erde und Feuchtigkeit unter dem Deck entfernen. Am besten mit einem Spachtel oder einer Bürste abkratzen, dann abwischen. Metallteile können mit einem leichten Korrosionsschutzspray eingesprüht werden.
6. Messer kontrollieren
Ist das Messer stumpf oder beschädigt? Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, es schleifen zu lassen oder zu ersetzen – dann ist man im Frühjahr sofort startklar.
7. Äußeres säubern und auf Schäden prüfen
Gehäuse abwischen, Schrauben und Befestigungen auf offensichtliche Schäden prüfen. Gerissene Kabel, lockere Teile oder beschädigte Schutzabdeckungen notieren und bei Bedarf vor der nächsten Saison reparieren.
8. Trocken und frostgeschützt lagern
Trockener Schuppen oder Keller, kein Direktkontakt mit Betonboden (Feuchtigkeit), kein offener Witterungsschutz. Frost schadet dem Motor und den Gummiteilen langfristig.
Zusätzlich für Akkumäher
Akkus nicht voll und nicht leer einlagern – der optimale Ladestand liegt bei 40 bis 60 Prozent. Akku vom Gerät trennen und separat bei Raumtemperatur lagern. Kälte schadet Lithium-Ionen-Akkus dauerhaft – niemals im unbeheizten Schuppen bei Minustemperaturen lagern.
Ladegerät ebenfalls trocken und raumtemperiert lagern. Vor der Einlagerung Kontakte an Akku und Gerät auf Sauberkeit prüfen.
Was diese Vorbereitung bringt
Ein vorbereiteter Mäher startet im Frühjahr in fast allen Fällen beim ersten oder zweiten Versuch. Ein nicht vorbereiteter Mäher steht im April mit verhartztem Vergaser, leerer Kerze und tiefentladenem Akku da – und hat meistens genau dann ein Problem, wenn der Rasen dringend gemäht werden müsste.
Wer verstehen möchte, welche dieser Versäumnisse welche konkreten Startprobleme verursachen, findet das im ergänzenden Artikel Rasenmäher einwintern – diese Fehler verursachen Startprobleme im Frühjahr.
